Rege­ste:

Art. 2 Abs. 2 lit. c, Art. 8 und 9 aAbs. 3 (in der seit 1. Dezem­ber 2010 gel­ten­den Fas­sung: Abs. 4) DSG, Art. 2 ZGB. Ver­pflich­tung einer Bank zur Aus­kunfts­er­tei­lung über bank­in­ter­ne Per­so­nen­da­ten betref­fend Kun­den.
Anwen­dungs­be­reich des Daten­schutz­ge­set­zes im Vor­feld eines Zivil­pro­zes­ses, nament­lich wenn der Vor­wurf einer ver­pön­ten Beweis­aus­for­schung erho­ben wird, und Ver­hält­nis zur Mög­lich­keit, eine vor­sorg­li­che Beweis­auf­nah­me zu bean­tra­gen (E. 4). Prü­fung, ob das Aus­kunfts­be­geh­ren im Lich­te der Zie­le des Daten­schutz­ge­set­zes in zweck­wid­ri­ger und damit rechts­miss­bräuch­li­cher Wei­se aus­ge­übt wird (E. 5). Eige­ne über­wie­gen­de Inter­es­sen des Inha­bers der Daten­samm­lung, die eine Ver­wei­ge­rung der Aus­kunft recht­fer­ti­gen, sind in casu nicht dar­ge­tan (E. 6).

Quel­le: BGE 138 III 425

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Rechtsanwalt bei FRORIEP. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich. Er ist Gründer von swissblawg.