Das Ad hoc Com­mit­tee on Data Pro­tec­tion (CAHDATA) hat mit Datum vom 3. Mai 2016 einen kon­so­li­dier­ten Ent­wurf der Kon­ven­ti­on 108 (PDF) vor­ge­legt. Offen sind u.a. fol­gen­de Punk­te:

  • Defi­ni­ti­on der Ein­wil­li­gung (Art. 5 Ziff. 2): Vor­be­halt der EU zur Abstim­mung mit der DSGVO.
  • Zweck­bin­dungs- und Ver­hält­nis­mä­ssig­keits­grund­sät­ze (Art. 5 Ziff. 4 lit. b und e): Vor­be­halt der EU zur Abstim­mung mit der DSGVO.
  • Beson­ders schüt­zens­wer­te Daten (Art. 6 Ziff. 1): Vor­be­halt der EU zur Abstim­mung mit der DSGVO.
  • Kosten­lo­sig­keit des Aus­kunfts­rechts (Art. 8 lit. b): Die EU wünscht den Grund­satz der Kosten­lo­sig­keit im Wort­laut aus­drück­lich zu erwäh­nen.
  • Wider­spruchs­recht (“Recht auf Ver­ges­sen”; Art. 8 lit. d): Vor­be­halt der EU zur Abstim­mung mit der DSGVO.
  • Umfang der Bin­dungs­wir­kung der Kon­ven­ti­on (bzw. Recht der Mit­glied­staa­ten, von ihr abzu­wei­chen; Art. 9 Ziff. 1 und 2): Vor­be­hal­te der EU und der Mit­glied­staa­ten.
  • grenz­über­schrei­ten­de Daten­be­kannt­ga­be zwi­schen Mit­glied­staa­ten, die nur durch har­mo­ni­sier­te Bestim­mun­gen einer regio­na­len inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­ti­on begrenzt oder einer Bewil­li­gung unter­stellt wer­den darf (also z.B. durch EU-Recht; Art. 12 Abs. 1): Vor­be­halt Russ­lands:

    The pro­vi­si­on limi­ting the obli­ga­ti­ons of a Sta­te Par­ty in the sphe­re of trans­bor­der flows of per­so­nal data sub­ject to appro­pria­te rules of an inter­na­tio­nal regio­nal orga­ni­sa­ti­on dif­fu­ses and wea­kens the legal regime of the Con­ven­ti­on. Fur­ther­mo­re, such a pro­vi­si­on de fac­to crea­tes a “pri­vi­le­ged” group of sta­tes with a les­ser scope of obli­ga­ti­ons wit­hin the frame­work of the Con­ven­ti­on. The Rus­si­an Fede­ra­ti­on the­re­fo­re pro­po­ses to exclu­de this pro­vi­si­on from the text of indent 1 Arti­cle 12 of the Con­ven­ti­on (pro­po­sal to dele­te the last sen­tence of this para­graph, star­ting “Such a par­ty may howe­ver […]”).

  • Abwei­chung von den Bestim­mun­gen über die grenz­über­schrei­ten­de Daten­be­kannt­ga­be zur Sicher­stel­lung der Mei­nungs­frei­heit (Art. 12 Ziff. 7): Vor­be­halt der EU zur Abstim­mung mit der DSGVO und aus Kri­tik an der For­mu­lie­rung.

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Rechtsanwalt bei FRORIEP. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich. Er ist Gründer von swissblawg.