Der Lan­des­be­auf­trag­te für Daten­schutz und Infor­ma­ti­ons­frei­heit Nord­rhein-West­fa­len (LDI NRW) hat Ende 2018 einen Leit­fa­den zur Daten­ver­ar­bei­tung in Inkas­so­un­ter­neh­men ver­öf­fent­licht und hält dabei u.a. fest,

  • dass sich die Wei­ter­ga­be von Per­so­nen­da­ten durch den Gläu­bi­ger an ein Inkas­so­un­ter­neh­men auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berech­tig­te Inter­es­sen) stützt;
  • dass ein Inkas­so­un­ter­neh­men gestützt auf die glei­che Rechts­grund­la­ge von einer Wirt­schafts­aus­kunf­tei Boni­täts­aus­künf­te ein­ho­len darf;
  • dass ein Inkas­so­un­ter­neh­men unbe­zahl­te For­de­run­gen an eine Wirt­schafts­aus­kunf­tei mel­den darf, wobei in Deutsch­land hier wei­ter­hin eine eige­ne Rege­lung gilt (§ 31 Abs. 2 BDSG; die Ein­mel­dung setzt vor­aus, dass der Bestand der For­de­rung erhär­tet ist).

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Rechtsanwalt bei FRORIEP. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich. Er ist Gründer von swissblawg.