Moti­on Glanz­mann-Hun­ke­ler (07.3627): Regi­strie­rungs­pflicht bei Wire­less-Pre­paid-Kar­ten
17.06.2015: Abschrei­bung im Zusam­men­hang mit der Bera­tung des Geschäfts 13.025

Eingereichter Text

Der Bun­des­rat wird beauf­tragt, ein Gesetz vor­zu­schla­gen, das Wire­less-Pre­paid-Kar­ten unter die Regi­strie­rungs­pflicht stellt. Das Post- und Fern­mel­de­ge­setz (BÜPF) und ent­spre­chen­de Ver­ord­nun­gen sind dahin­ge­hend anzu­pas­sen, dass eine Teil­neh­me­r­iden­ti­fi­ka­ti­on auch inner­halb von pri­va­ten Netz­wer­ken obli­ga­to­risch ist. Ins­be­son­de­re muss fest­stell­bar sein, wel­che Rech­ner einem sol­chen Netz­werk ange­schlos­sen sind.

Begründung

Um unbe­merkt Bil­der mit pädo­phi­len Dar­stel­lun­gen und Vide­os aus dem Inter­net her­un­ter­zu­la­den, ist es mög­lich, unver­schlüs­sel­te WLAN-Net­ze oder Wire­less-Pre­paid-Kar­ten zu nut­zen. Beim Kauf einer sol­chen Wire­less-Kar­te muss man die Per­so­na­li­en nicht ange­ben. Bei SIM-Kar­ten fürs Han­dy wur­de eine sol­che Pflicht 2003 ein­ge­führt. Da man heu­te auch mit dem Com­pu­ter tele­fo­nie­ren kann, müs­sen Wire­less-Pre­paid-Kar­ten zwin­gend eben­falls unter die Regi­strie­rungs­pflicht fal­len.

Bericht der Kommission für Rechtsfragen vom 18. Januar 2010

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Rechtsanwalt bei FRORIEP. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich. Er ist Gründer von swissblawg.