A‑5921/2020: Aus­stel­lung des Swis­sPass unter­steht dem Daten­schutz für Private

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat mit dem Urteil A‑5921/2020 vom 29.07.2021 ent­schie­den, dass Per­so­nen­trans­port­ver­trä­ge zivil­recht­li­cher Natur sind. Das BVGer weist zwar auf die abwei­chen­de Auf­fas­sung hin, wonach der Per­so­nen­trans­port­ver­trag ver­wal­tungs­recht­li­cher Natur sei, über­nimmt sie aber nicht. Infol­ge­des­sen ist auch die ver­trag­li­che Aus­stel­lung des Swis­sPass, eines Trä­ger­me­di­ums des Ver­kehr­s­abon­ne­ments bzw. der Trans­port­ver­trä­ge, dem Pri­vat­recht zuzuordnen.

Dem­zu­fol­ge ist auch die mit der Aus­ga­be des Swis­sPass zusam­men­hän­gen­de Daten­er­he­bung als zivil­recht­lich zu qua­li­fi­zie­ren. Die SBB unter­steht bei der ent­spre­chen­den Daten­be­ar­bei­tun­gen daher den Regeln über pri­va­te Per­so­nen (Art. 12 ff. DSG). Sie kann in die­sem Bereich ent­spre­chend auch nicht verfügen.

Dis­c­lai­mer: Die SBB war in die­sem Ver­fah­ren durch Wal­der Wyss vertreten.