App­Ger BS: StGB 321; Absol­vent eines Psychologiestudiums

Das Appel­la­ti­ons­ge­richt des Kan­tons Basel-Stadt hat­te sich mit dem Tat­be­stand von Art. 321 StGB (Ver­let­zung des Berufs­ge­heim­nis­ses) zu beschäf­ti­gen (Ent­scheid vom 13. März 2019, AG.2019.255, Swiss­lex). Frag­lich war, ob ein Absol­vent eines Psy­cho­lo­gie­stu­di­ums unter die­se Bestim­mung fal­len kann. Das App­Ger ver­neint die­se Fra­ge im kon­kre­ten Fall auf der objek­ti­ven wie auch sub­jek­ti­ven Sei­te … wei­ter­le­sen

pri­vatim: Lösungs­vor­schlä­ge für die Aus­la­ge­rung von Patientendaten

Wie berich­tet hat ein Gut­ach­ten von Prof. Wolf­gang Woh­lers zur Bekannt­ga­be von einem Berufs­ge­heim­nis unter­fal­len­den Daten (also z.B. von Pati­en­ten­da­ten) an Out­­sour­cing-Anbie­­ter hohe Wel­len geschla­gen. Woh­lers hält eine sol­che Bekannt­ga­be ohne die Ein­wil­li­gung des Geheim­nis­herrn für wider­recht­lich, sofern die Offen­ba­rung des Geheim­nis­ses nicht unab­ding­bar und für den Geheim­nis­herrn vor­her­seh­bar ist, und dies … wei­ter­le­sen

6B_1199/2016: Ver­let­zung des Arzt­ge­heim­nis­ses durch Ver­trau­ens­arzt → via swissblawg

Das BGer hat bestä­tigt, dass ein Ver­trau­ens­arzt dem Arzt­ge­heim­nis i.S.v. Art. 321 StGB unter­steht und gegen die Geheim­nis­pflicht ver­stösst, wenn er dem Arbeit­ge­ber nicht nur die not­wen­di­gen Anga­ben eines Arbeits­fä­hig­keits­zeug­nis­ses über­mit­telt, son­dern wei­ter­ge­hen­de Tat­sa­chen wie insb. das Unter­su­chungs­er­geb­nis. Eine sol­che Wei­ter­ga­be müss­te durch die Ein­wil­li­gung des Arbeit­neh­mers gedeckt sein. Im Zwei­fel wird … wei­ter­le­sen

Aus­la­ge­rung durch Berufs­ge­heim­nis­trä­ger: Deutschland

Es ist nicht in allen Punk­ten geklärt, unter wel­chen Umstän­den eine Aus­la­ge­rung durch Per­so­nen zuläs­sig ist, die einem Berufs­ge­heim­nis unter­wor­fen sind (wie bspw. Ärz­te und Anwäl­te). In der Schweiz hat Prof. Woh­lers die­se Dis­kus­si­on durch ein Gut­ach­ten, einen Auf­satz in der dig­ma (Out­sour­cing durch Berufs­ge­heim­nis­trä­ger, dig­ma 2016, 114 ff. [Swiss­lex]) und durch … wei­ter­le­sen

Woh­lers, Aus­la­ge­rung einer Daten­be­ar­bei­tung und das Berufs­ge­heim­nis (Art. 321 StGB)

Prof. Wolf­gang Woh­lers hat im Auf­trag des Daten­schutz­be­auf­trag­ten der Kan­tons Zürich ein Gut­ach­ten erstellt zur Fra­ge, ob das Out­sour­cing von Daten­be­ar­bei­tun­gen mit den Berufs­ge­heim­nis­sen ver­ein­bar ist. Das Gut­ach­ten wur­de kürz­lich in den dig­ma Schrif­ten zum Daten­recht ver­öf­fent­licht. Prof. Woh­lers kommt dabei zum Ergeb­nis, dass die Offen­ba­rung einer dem Berufs­ge­heim­nis unter­fal­len­den Tat­sa­che an … wei­ter­le­sen

VGer TG (TVR 2015 Nr. 20): beschränk­te Ein­sicht in frem­de Kran­ken­ge­schich­te stell­ver­tre­tend über einen Arzt

Der Bru­der einer bei Kom­pli­ka­tio­nen einer medi­zi­ni­schen Behand­lung ver­stor­be­nen Per­son ver­lang­te Aus­kunft vom betref­fen­den Spi­tal. Die zustän­di­ge Stel­le, das Depar­te­ment für Finan­zen und Sozia­les, ver­wei­ger­te indes die Ent­bin­dung vom Arzt­ge­heim­nis (StGB 321 Ziff. 2). Das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Thur­gau heisst die Beschwer­de gegen die­sen Ent­scheid (Ent­scheid des Ver­wal­tungs­ge­richts VG.2015.126/E vom 18. Novem­ber … wei­ter­le­sen

Tages-Anzei­ger: Jeder zehn­te Arzt ver­letzt die Schweigepflicht

Tages-Anzei­­ger: Jeder zehn­te Arzt ver­letzt die Schwei­ge­pflicht Laut dem Zür­cher Daten­schutz­be­auf­trag­ten Bru­no Bae­ris­wyl ver­let­zen Ärz­te, die Daten unver­schlüs­selt auf Ser­vern lagern, das Daten­schutz­ge­setz. Er sagt: «Wenn sie die­se auch noch unver­schlüs­selt über­mit­teln, dann machen sie sich, je nach Fall, sogar straf­bar.» Der Eid­ge­nös­si­sche Daten­schutz­be­auf­trag­te pflich­tet Bae­ris­wyl bei. In Arti­kel 321 des Straf­ge­setz­bu­ches … wei­ter­le­sen

Bez­Ger ZH: Zuläs­si­ger Bei­zug von Schreib­bü­ros durch Ärz­te (Tages-Anzei­ger)

Aus dem Tages-Anzei­­ger vom 11.1.2016: Mit­te Novem­ber muss­te sich ein Psychi­ater vor dem Bezirks­ge­richt Zürich wegen Ver­let­zung des Berufs­ge­heim­nis­ses ver­ant­wor­ten. Ihm wur­de vor­ge­wor­fen, er habe einen heik­len, umfas­sen­den Bericht über einen Pati­en­ten gar nicht sel­ber ver­fasst, son­dern ein exter­nes Schreib­bü­ro damit beauf­tragt. Kon­kret hat­te der Arzt sei­nen Befund auf Band dik­tiert und … wei­ter­le­sen

Regie­rungs­rat AG: Ein­sichts­recht Ange­hö­ri­ger in die Kran­ken­ge­schich­te; Arzt­ge­heim­nis; Ver­hält­nis­mä­ssig­keit (AGVE 2002 687)

Her­aus­ga­be der Kran­ken­ge­schich­te. – Die bean­trag­te Ein­sicht in die Kran­ken­ge­schich­te kann nicht aus Grün­den des post­mor­ta­len Per­sön­lich­keits­schut­zes der ver­stor­be­nen Per­son ver­wehrt wer­den (Erw. 2). – Die ein­schlä­gi­gen Daten­schutz­ge­set­ze sind auch für die Bear­bei­tung von Per­so­nen­da­ten eines ver­stor­be­nen Men­schen anwend­bar (Erw. 3). – Hin­sicht­lich des Rechts auf Ein­sicht in per­so­nen­be­zo­ge­ne Akten Ver­stor­be­ner besteht im kan­to­na­len … wei­ter­le­sen