Auskunftsrecht

EDSA und EDSB: Gemein­sa­me Stel­lung­nah­me zum Vor­schlag einer Ver­ord­nung über den euro­päi­schen Raum für Gesundheitsdaten

Der Euro­päi­sche Daten­schutz­aus­schuss EDSA (Euro­pean Data Pro­tec­tion Board EDPB) und der Euro­päi­sche Daten­schutz­be­auf­trag­te EDSB (Euro­pean Data Pro­tec­tion Super­vi­sor EDPS) haben am 12. Juli 2022 eine 30-sei­­ti­­ge gemein­sa­me Stel­lung­nah­me ver­öf­fent­licht (EDPB-EDPS Joint Opi­ni­on 03/2022 on the Pro­po­sal for a Regu­la­ti­on on

NL: Bus­se wegen Iden­ti­fi­ka­ti­on nur durch Pass bei Auskunftsbegehren

Die nie­der­län­di­sche Daten­schutz­be­hör­de hat eine Bus­se von EUR 525’000 gegen ein Medi­en­un­ter­neh­men ver­hängt. Offen­bar hat­te das Unter­neh­men von Betrof­fe­nen als Vor­aus­set­zung einer Daten­schutz­aus­kunft bzw. einer Daten­lö­schung einen Iden­ti­täts­nach­weis in Form eines Aus­weis­do­ku­ments ver­langt. Dadurch hat­te das Unter­neh­men aus Sicht der Behör­de zu

OLG Hamm: Rechts­miss­bräuch­lich­keit des zweck­wid­ri­gen Auskunftsanspruchs

Das Ober­lan­des­ge­richt (OLG) Hamm hat mit einem Urteil vom 15. Novem­ber 2021 (20 U 269/21) ein wei­te­res Urteil gefällt, das die Rechts­miss­bräuch­lich­keit von zweck­wid­ri­gen Aus­kunfts­be­geh­ren bejaht: Art. 12 Abs. 5 DSGVO (unbe­grün­de­te oder exzes­si­ve Anträ­ge) zeigt durch das Wort „ins­be­son­de­re“ („Bei offenkundig

EDSA: Leit­li­ni­en für Beschrän­kun­gen i.S.v. Art. 23 DSGVO

Der Euro­päi­sche Daten­schutz­aus­schuss EDSA hat die fina­le Fas­sung der Leit­li­ni­en zu Beschrän­kun­gen nach Art. 23 DSGVO ver­öf­fent­licht (Gui­de­li­nes 10/2020 on restric­tions under Arti­cle 23 GDPR, Ver­si­on 2.0, Adop­ted on 13 Octo­ber 2021). Nach Art. 23 DSGVO kön­nen Mit­glied­staa­ten des

EDPB: Leit­li­ni­en für Aus­nah­men im Umset­zungs­recht nach DSGVO 23

Die DSGVO ent­hält selbst kaum Aus­nah­men von den Betrof­fe­nen­rech­ten wie z.B. dem Infor­ma­ti­ons­recht, dem Aus­kunfts­recht oder dem Recht, über Daten­si­cher­heits­ver­let­zun­gen infor­miert zu wer­den, abge­se­hen von Art. 12 Abs. 5 DSGVO (offen­kun­dig unbe­grün­de­te oder exzes­si­ve Anträ­ge). Die Mit­glied­staa­ten kön­nen aber gestützt auf

4A_125/2020 (amtl. Publ.): Gegen­stand des Aus­kunfts­rechts, insb. betr. Her­kunfts­an­ga­ben; kei­ne Aus­kunft über Daten im Gedächtnis

Das Bun­des­ge­richt hat sich im Ent­scheid 4A_125/2020 (zur amtl. Publ. vor­ge­se­hen) mit inter­es­san­ten Erwä­gun­gen mit dem Gegen­stand des Aus­kunfts­rechts aus­ein­an­der­ge­setzt und dabei eine restrik­ti­ve­re Hal­tung ein­ge­nom­men als das Ober­ge­richt Zürich als Vor­in­stanz im Urteil vom 30. Janu­ar 2020 (Geschäfts-Nr.

4A_277/2020: Rechts­miss­brauch eines Aus­kunfts­be­geh­rens bejaht (Fishing Expedition)

Das Bun­des­ge­richt hat­te im nicht zur amt­li­chen Publi­ka­ti­on vor­ge­se­he­nen Ent­scheid 4A_277/2020 vom 18. Novem­ber 2020 über ein Aus­kunfts­be­geh­ren zu befin­den, dass von der ersten Instanz (dem Ber­ner Regio­nal­ge­richt Ober­land) als “fishing expe­di­ti­on” zur Abklä­rung von Pro­zess­aus­sich­ten beur­teilt wor­den war.