Take-Aways (AI)
  • Ein­füh­rung des Bun­des­ge­set­zes BISS zur Schaf­fung eines durch­gän­gig elek­tro­ni­schen, medi­en­bruch­frei­en Ver­wal­tungs­ver­fah­rens für die 1. Säu­le und Familienzulagen.
  • Pflicht zur Nut­zung der zen­tra­len E‑SOP für Durch­füh­rungs­stel­len (frei­wil­lig für Ver­si­cher­te); Ein­füh­rung frü­he­stens ab 2028, Erwei­te­run­gen via ATSG/Spezialgesetze geplant.

Die Durch­füh­rung der 1. Säu­le (AHV, IV, EL, EO und Fami­li­en­zu­la­gen) basiert auf hete­ro­ge­nen und teils papier­ba­sier­ten Pro­zes­sen. Die­se sei­en “häu­fig inef­fi­zi­ent”, und dass eine “struk­tu­rier­te Daten­ver­ar­bei­tung” feh­le, ver­län­ge­re Bear­bei­tungs­zei­ten, erschwe­re “moder­ne Tech­no­lo­gien wie den Ein­satz künst­li­cher Intel­li­genz” und ver­hin­de­re eine “zeit­ge­mä­sse” elek­tro­ni­sche Kommunikation.

Der Bun­des­rat will daher mit dem Bun­des­ge­setz über Infor­ma­ti­ons­sy­ste­me in den Sozi­al­ver­si­che­run­gen (BISS) die Grund­la­ge für “ein durch­gän­gig elek­tro­ni­sches, medi­en­bruch­frei­es Ver­wal­tungs­ver­fah­ren in den Sozi­al­ver­si­che­run­gen der 1. Säu­le und bei den Fami­li­en­zu­la­gen” schaffen.

Das BISS sieht ins­be­son­de­re den Betrieb einer zen­tra­len E‑Sozialversicherungsplattform (E‑SOP) vor, deren Ver­wen­dung für die betrof­fe­nen Durch­füh­rungs­stel­len und Ver­si­che­rungs­trä­ger obli­ga­to­risch und für die Ver­si­cher­ten frei­wil­lig ist. Die Ein­füh­rung ist frü­he­stens ab 2028 vor­ge­se­hen. Um auch die ande­ren Sozi­al­ver­si­che­run­gen in die elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on ein­bin­den zu kön­nen, sol­len wei­te­re Grund­la­gen im ATSG und den Spe­zi­al­ge­set­zen geschaf­fen werden.

Der Bun­des­rat hat im Sep­tem­ber 2025 Ent­wurf und Bot­schaft verabschiedet: