EDÖB: Zugang des BAG zu visua­li­sier­ten Daten der Swiss­com “daten­schutz­recht­lich erlaubt”

Der EDÖB hat­te die Swiss­com nach Berich­ten (BAG, Swiss­com, NZZ) über die Bekannt­ga­be anony­mer, aggre­gier­ter Stand­ort­da­ten um ergän­zen­de Infor­ma­tio­nen ersucht. Nach Prü­fung hat der EDÖB am 3. April 2020 mit­ge­teilt, dass die­se Bekannt­ga­be das Daten­schutz­recht ein­hält:

  • Die Stand­ort­da­ten wer­den tech­nisch im frü­hest­mög­li­chen Zeit­punkt pseud­ony­mi­siert (Hash) und in der Fol­ge aggre­giert.
  • Orga­ni­sa­to­ri­sche Mass­nah­men wer­den nicht beschrie­ben. Jedoch besteht aktu­ell kein Grund zur Annah­me, dass offen­sicht­li­che Män­gel bestehen, zumal es sich beim MIP um ein Pro­dukt han­delt, wel­ches über meh­re­re Jah­re betrie­ben wird.
  • Die Swiss­com macht dem BAG im MIP sta­ti­sti­sche und visua­li­sier­te Infor­ma­tio­nen zugäng­lich, nicht hin­ge­gen Klar­da­ten oder pseud­ony­mi­sier­te Daten, die der Visua­li­sie­rung im MIP zugrun­de lie­gen.
  • Die Ergeb­nis­se (Visua­li­sie­rung der aggre­gier­ten Stand­ort­da­ten), auf wel­che die Swiss­com das BAG zugrei­fen lässt, ist anonym.

Aller­dings war der EDÖB der Auf­fas­sung,

dass die der Öffent­lich­keit zugäng­li­chen Infor­ma­tio­nen zur Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem BAG und der Swiss­com und den damit ver­bun­de­nen Daten­be­ar­bei­tun­gen spär­lich und nicht ohne Wei­te­res auf­find­bar waren. Er hat die Swiss­com daher dazu auf­ge­for­dert, die Öffent­lich­keit mit detail­lier­te­ren Infor­ma­tio­nen zum Daten­be­ar­bei­tungs­vor­gang zu bedie­nen. Die Swiss­com ist die­ser Auf­for­de­rung inzwi­schen nach­ge­kom­men und hat FAQs betref­fend die Nut­zung der Mobi­li­ty Insights Platt­form von Swiss­com durch das Bun­des­amt für Gesund­heit (BAG) erstellt.

Die erwähn­ten FAQs dürf­ten fol­gen­de sein: Link.

Wei­te­re Anga­ben fin­den sich in der “Kurz­aus­wer­tung der Daten­lie­fe­rung der Swiss­com an das BAG in Zusam­men­hang mit der Ein­däm­mung des Coro­na­vi­rus – Ver­si­on vom 3. April 2020″ des EDÖB.