- Facebook und die US-FTC einigten sich auf eine Busse von rund USD 5 Mia., vorbehaltlich der Zustimmung des DOJ.
- Teil der Einigung ist verschärfte Aufsicht über Facebooks Datenumgang, jedoch keine generelle Einschränkung der Datenbearbeitung.
- Die FTC bestraft Facebook wegen Zulassung der Datenerhebung durch Cambridge Analytica und Verletzung eines DOJ-Settlements von 2011.
- Die Busse wird angesichts hoher Umsätze und Cashreserven als relativ niedrig beurteilt; Facebook-Aktie stieg nach Ankündigung.
Wie Medien berichten (NY Times, NZZ), haben sich Facebook und die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) über eine Busse von ca. USD 5 Mia. geeinigt. Die Einigung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Department of Justice (DOJ). Ebenfalls Teil der Einigung ist offenbar eine verschärfte Aufsicht über den Umgang mit Daten von Facebook (nicht aber eine Einschränkung der Datenbearbeitung).
Die FTC bestraft Facebook, weil Facebook die Datenerhebung durch Cambridge Analytica (CA) zugelassen hatte. CA war ein englisches Consultingunternehmen, das u.a. den Wahlkampf von Trump unterstützt hatte. Dadurch hatte Facebook insbesondere ein früheres Settlement mit dem DOJ aus dem Jahr 2011 verletzt.
Die Busse ist zwar rekordhoch, steht aber einem Umsatz von mehr aus USD 55 Mia. im Jahr 2018 und fast USD 15 Mia. im ersten Quartal 2019 und Cashreserven von mehr als USD 40 Mia. gegenüber. Sie wurde daher von vielen als sehr niedrig beurteilt. Der Aktienkurs von Facebook stieg nach der Ankündigung auf einen Höchststand.