Regio­nal­ge­richt Bern-Mit­tel­land: Kein Anspruch auf Bekannt­ga­be indi­vi­du­el­ler Emp­fän­ger nach Art. 8 DSG und Art. 15 DSGVO

Update: Das Urteil ist rechts­kräf­tig. — In einem noch nicht rechts­kräf­ti­gen Ent­scheid vom 13. März 2019 hat das Regio­nal­ge­richt Bern-Mit­­­­­tel­­­land erwo­gen, dass weder aus Art. 8 DSG noch aus Art. 15 DSGVO ein Anspruch auf Bekannt­ga­be ein­zel­ner Emp­fän­ger von Per­so­nen­da­ten folgt. Letz­te­res gilt zumin­dest bei Boni­täts­aus­künf­ten. Die betrof­fe­ne Per­son hat Anspruch jeweils nur … wei­ter­le­sen

BK OGer BE: kei­ne Straf­bar­keit des heim­li­chen Anbrin­gens eines GPS-Trackers

Die Beschwer­de­kam­mer des Ober­ge­richts des Kan­tons Bern hat einen Nicht­an­hand­nah­me­ent­scheid der Gene­ral­staats­an­walt­schaft mit rechts­kräf­ti­gem Beschluss vom 29. Dezem­ber 2017 (PDF) im Wesent­li­chen abge­wie­sen. Zu beur­tei­len war das heim­li­che Anbrin­gen eines GPS-Trackers an einem Auto; der Tracker wur­de durch Zufall ent­deckt. Der Beschwer­de­füh­rer hat­te den Ver­dacht (der im Ver­fah­ren weder bestä­tigt noch wider­legt wur­de), ein Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men habe den Tracker ange­bracht. … wei­ter­le­sen

HGer BE: kein Schutz einer Samm­lung von Prüfungsfragen

Ent­scheid des HGer BE vom 17. Juni 2015, HG 15 39: Art. 6, 9 und 16 Abs. 1 URG: Begriff des Urhe­bers; Schöp­fer­prin­zip; Aktiv­le­gi­ti­ma­ti­on Arbeit­ge­ber oder juri­sti­sche Per­so­nen, wel­che nicht schöp­fe­risch tätig sind, kön­nen Urhe­ber­rech­te nicht ori­gi­när, son­dern nur deri­va­tiv erwer­ben, wofür ein ent­spre­chen­der Nach­weis zu erbrin­gen ist (E. 17). Art. 2 Abs. 1 URG: Werk­be­griff; Indi­vi­dua­li­tät der … wei­ter­le­sen

OGer BE: Ein­ho­lung eines exter­nen Gut­ach­tens durch einen Ver­si­che­rer kei­ne Ver­let­zung von DSG 35 / DSG 12 II c

Zuerst zum Bekannt­ga­be­pri­vi­leg bei der Auf­trags­be­ar­bei­tung: aa) Zunächst ist der Vor­in­stanz dar­in zuzu­stim­men, dass Art. 14 DSG den Anwen­dungs­be­reich von Art. 12 Abs. 2 lit. c DSG ein­schränkt – und nicht umge­kehrt. So gilt das gesetz­li­che Bekannt­ga­be­pri­vi­leg von Art. 14 DSG, womit die Bekannt­ga­be von Per­so­nen­da­ten an „Drit­te” zum Zweck des Out­sour­cings erlaubt ist, … wei­ter­le­sen

Finanz­di­rek­ti­on BE: Ver­wei­ge­rung der Ein­sicht in Steu­er­ak­ten des Erblassers

Finanz­di­rek­ti­on des Kan­tons Bern vom5.4.1993: Das Ein­sichts­recht nach DSG 21 IV (Ein­sicht in eige­ne Akten) kann bei über­wie­gen­den öffent­li­chen Inter­es­sen beschränkt wer­den. Vor­lie­gend kein Recht eines Inven­tar­no­tars auf Ein­sicht in die Steu­er­ak­ten. PDF: [pdf-embe­d­­der url=“http://datenrecht.ch/wp-content/uploads/2016/02/1993.04.05 – 055.pdf”]

Finanz­di­rek­ti­on BE: Ver­wei­ge­rung der Ein­sicht in Steu­er­ak­ten des Erblassers

VG BE vom 26.8.1991: Das DSG ist nicht anwend­bar auf hän­gi­ge Ver­fah­ren. Ein Ver­wal­tungs­ver­fah­ren ist nur dann ein Ver­fah­ren, wenn es im Hin­blick auf den Erlass einer Ver­fü­gung eröff­net wor­den ist. Hier kein Anspruch auf Nen­nung der Per­so­nen, die einen bestimm­ten Vor­wurf erho­ben hat­ten, auf­grund einer Inter­es­sen­ab­wä­gung – das öffent­li­che Inter­es­se an der … wei­ter­le­sen