Moti­on SPK‑N (19.3962): Erleich­te­rung der Form­vor­schrif­ten für die Bekannt­ga­be von Per­so­nen­da­ten bei der beruf­li­chen Alters‑, Hin­ter­las­se­nen- und Inva­li­den­vor­sor­ge sowie bei der Unfall­ver­si­che­rung

Eingereichter Text

Der Bun­des­rat wird beauf­tragt, einen Ent­wurf zur Ände­rung von Arti­kel 86a Absatz 5 Buch­sta­be b des Bun­des­ge­set­zes vom 25. Juni 1982 über die beruf­li­che Alters‑, Hin­ter­las­se­nen- und Inva­li­den­vor­sor­ge (BVG) und von Arti­kel 97 Absatz 6 Buch­sta­be b des Bun­des­ge­set­zes vom 20. März 1981 über die Unfall­ver­si­che­rung (UVG) zu unter­brei­ten, gemäss dem die Ein­wil­li­gung der betrof­fe­nen Per­son auch in einer ande­ren Form ein­ge­holt wer­den kann, die den Nach­weis durch Text ermög­licht.

Der Bun­des­rat soll fer­ner prü­fen, ob in ande­ren Bun­des­ge­set­zen des Sozi­al­ver­si­che­rungs­we­sens ähn­li­che Ände­run­gen not­wen­dig sind.

Begründung

For­mu­lie­run­gen, die den elek­tro­ni­schen Geschäfts­ver­kehr behin­dern, sind so weit wie mög­lich zu besei­ti­gen. Dies gilt für das Erfor­der­nis der schrift­li­chen Form in den Arti­keln 86a Absatz 5 Buch­sta­be b BVG und 97 Absatz 6 Buch­sta­be b UVG für die Ein­wil­li­gung der betrof­fe­nen Per­son in die Bekannt­ga­be ihrer Per­so­nen­da­ten. Die­se Bestim­mun­gen sind also dahin­ge­hend zu ergän­zen, dass die Ein­wil­li­gung auch mit ande­ren Mit­teln gege­ben wer­den kann, die den Nach­weis durch Text ermög­li­chen.

Sofern ande­re Bun­des­ge­set­ze des Sozi­al­ver­si­che­rungs­we­sens Bestim­mun­gen ent­hal­ten, die den Arti­keln 86a Absatz 5 Buch­sta­be b BVG und 97 Absatz 6 Buch­sta­be b UVG ent­spre­chen, soll der Bun­des­rat fer­ner prü­fen, ob wei­te­re Geset­zes­än­de­run­gen erfor­der­lich sind.

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Rechtsanwalt bei FRORIEP. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich. Er ist Gründer von swissblawg.