Take-Aways (AI)
  • Digi­tal Rights Ire­land hat beim EuG Nich­tig­keits­kla­ge gegen den Ange­mes­sen­heits­be­schluss zum EU‑US Pri­va­cy Shield (12. Juli 2016) eingereicht.
  • Die Kla­ge rügt Rechts­wid­rig­keit des Beschlus­ses wegen Ver­trags­ver­let­zung oder Ermes­sens­miss­brauchs (Art. 263 Abs. 2 AEUV).
  • Es muss dar­ge­legt wer­den, dass der Beschluss die Gesell­schaft unmit­tel­bar und indi­vi­du­ell betrifft, damit Kla­ge zuläs­sig ist (Art. 263 Abs. 4 AEUV).

Gestern (26. Okto­ber 2016) berich­te­te Reu­ters, dass die Digiti­al Rights Ire­land Ltd beim Euro­päi­schen Gerichts­hof eine Nich­tig­keits­kla­ge gegen den Ange­mes­sen­heits­be­schluss der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on über das EU‑U.S. Pri­va­cy Shield vom 12. Juli 2016 ein­ge­reicht habe (Rechts­sa­che T‑670/16).

Digiti­al Rights Ire­land Ltd wird nun vor dem Euro­päi­schen Gericht (Zustän­dig­keit gemäss Art. 256 Abs. 1 AEUV) dar­le­gen müssen,

  • dass der Ange­mes­sen­heits­be­schluss – etwa wegen der Ver­let­zung der Euro­päi­schen Ver­trä­ge oder wegen Ermes­sens­miss­brauchs – rechts­wid­rig ist (Art. 263 Abs. 2 AEUV); sowie
  • dass der Ange­mes­sen­heits­be­schluss – wel­cher sich an die Mit­glied­staa­ten rich­tet – eine Hand­lung der Kom­mis­si­on dar­stellt, die Digiti­al Rights Ire­land Ltd unmit­tel­bar und indi­vi­du­ell betrifft (Art. 263 Abs. 4 AEUV)