Postu­lat Reynard (19.3199): Ver­bes­se­rung der Sicher­heit von mit dem Inter­net ver­bun­de­nen Pro­duk­ten

Eingereichter Text

Der Bun­des­rat wird beauf­tragt, einen Bericht dar­über vor­zu­le­gen, wie die Sicher­heit von auf dem Markt erhält­li­chen Pro­duk­ten, die mit dem Inter­net ver­bun­den sind, im Hin­blick auf den Daten­schutz ver­bes­sert wer­den kann.

Begründung

In den letz­ten Jah­ren haben die Ver­mark­tung und der Ver­kauf von Pro­duk­ten, die mit dem Inter­net ver­bun­den sind – Spiel­zeu­ge, Fahr­zeu­ge, digi­ta­le per­sön­li­che Assi­sten­ten oder Well­ness­ge­rä­te -, deut­lich zuge­nom­men. Gewis­se Infor­ma­tio­nen wer­den über­mit­telt oder die Pro­duk­te erfas­sen die Infor­ma­tio­nen auto­ma­tisch (Erfas­sung des Kör­per­ge­wichts mit einer ver­netz­ten Waa­ge, Regi­strie­rung von Auto­fahr­ten, An- oder Abwe­sen­heit zu Hau­se usw.). Die Nut­zung der Pro­duk­te ist jedoch, was den Daten­schutz und die Pri­vat­sphä­re des Indi­vi­du­ums betrifft, mit Risi­ken ver­bun­den. Tat­säch­lich sind die Pro­duk­te sehr oft wenig oder nicht gesi­chert, was eine zweck­ent­frem­de­te Nut­zung leicht­macht. Der Bun­des­rat wird dar­um beauf­tragt, einen Bericht dar­über vor­zu­le­gen, wie der Daten­schutz im Bereich der mit dem Inter­net ver­bun­de­nen Pro­duk­te ver­bes­sert wer­den kann (Ver­mei­dung von Schlupf­lö­chern, Ein­hal­tung bestimm­ter grund­le­gen­der Sicher­heits­nor­men, Ver­hin­de­rung der Wei­ter­ga­be von Per­so­nen­da­ten ohne Wis­sen oder Zustim­mung der Kon­su­men­tin / des Kon­su­men­ten usw.).

Stellungnahme des Bundesrats vom 22.5.2019

Bereits im anste­hen­den Bericht in Umset­zung des Po. 17.4295 Glätt­li wird auf­ge­zeigt wer­den, über wel­che Richt­li­ni­en und Vor­ga­ben die Sicher­heit die­ser Gerä­te ver­bes­sert und damit die Ver­trau­lich­keit, Ver­füg­bar­keit und Inte­gri­tät der durch die­se erfass­ten, gespei­cher­ten und über­mit­tel­ten Daten gewähr­lei­stet wer­den kann.

Das Postu­lat soll im Rah­men die­ser Arbei­ten erfüllt wer­den. Dabei soll auch auf­ge­zeigt wer­den, wie der Schutz der Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten vor unge­woll­ter Daten­über­mitt­lung ver­bes­sert wer­den kann.

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Rechtsanwalt bei FRORIEP. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich. Er ist Gründer von swissblawg.