Take-Aways (AI)
  • Regio­nal­ge­richt Bern-Mit­tel­land ent­schied, dass Art. 8 DSG und Art. 15 DSGVO kei­nen Anspruch auf Bekannt­ga­be ein­zel­ner Daten­emp­fän­ger begründen.
  • Betrof­fe­ne haben ledig­lich Anspruch auf Bekannt­ga­be der Kate­go­rien von Emp­fän­gern, ins­be­son­de­re bei Bonitätsauskünften.
  • Gericht liess offen, ob die DSGVO räum­lich anwend­bar war; Streit­fall war ein Binnen­sachverhalt, Klä­gers Beru­fung auf Art. 3 und 15 DSGVO.

Update: Das Urteil ist rechtskräftig.

In einem noch nicht rechts­kräf­ti­gen Ent­scheid vom 13. März 2019 hat das Regio­nal­ge­richt Bern-Mit­tel­­land erwo­gen, dass weder aus Art. 8 DSG noch aus Art. 15 DSGVO ein Anspruch auf Bekannt­ga­be ein­zel­ner Emp­fän­ger von Per­so­nen­da­ten folgt. Letz­te­res gilt zumin­dest bei Boni­täts­aus­künf­ten. Die betrof­fe­ne Per­son hat Anspruch jeweils nur auf Bekannt­ga­be der Kate­go­ri­en von Emp­fän­gern. Weil die ent­spre­chen­de Kla­ge damit abzu­wei­sen war, liess das Gericht offen, ob die DSGVO räum­lich über­haupt anwend­bar war (was sie kla­rer­wei­se nicht war – es han­del­te sich um einen Bin­nen­sach­ver­halt, doch berief sich der Klä­ger auf Art. 3 DSGVO [nicht Art. 139 IPRG] und auf Art. 15 DSGVO).

Das Doku­ment ist hier abruf­bar. Dis­c­lai­mer: Die Beklag­te wur­de durch Wal­der Wyss vertreten.