Update: Das Urteil ist rechts­kräf­tig.

In einem noch nicht rechts­kräf­ti­gen Ent­scheid vom 13. März 2019 hat das Regio­nal­ge­richt Bern-Mit­­tel­­land erwo­gen, dass weder aus Art. 8 DSG noch aus Art. 15 DSGVO ein Anspruch auf Bekannt­ga­be ein­zel­ner Emp­fän­ger von Per­so­nen­da­ten folgt. Letz­te­res gilt zumin­dest bei Boni­täts­aus­künf­ten. Die betrof­fe­ne Per­son hat Anspruch jeweils nur auf Bekannt­ga­be der Kate­go­ri­en von Emp­fän­gern. Weil die ent­spre­chen­de Kla­ge damit abzu­wei­sen war, liess das Gericht offen, ob die DSGVO räum­lich über­haupt anwend­bar war (was sie kla­rer­wei­se nicht war – es han­del­te sich um einen Bin­nen­sach­ver­halt, doch berief sich der Klä­ger auf Art. 3 DSGVO [nicht Art. 139 IPRG] und auf Art. 15 DSGVO).

Das Doku­ment ist hier abruf­bar. Dis­c­lai­mer: Die Beklag­te wur­de durch Wal­der Wyss ver­tre­ten.

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Rechtsanwalt bei FRORIEP. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich. Er ist Gründer von swissblawg.