revDSG (revi­dier­te Fas­sung mit Botschaft)

Text des revi­dier­ten DSG gemäss Schluss­ab­stim­mung. Die Tex­te wur­den auto­ma­ti­siert kon­ver­tiert – wir dan­ken für Hin­wei­se auf Fehler.

Den Arti­keln ist jeweils der ent­spre­chen­de Text der Bot­schaft zuge­ord­net, dies ohne Anga­be der Sei­ten­zah­len, all­ge­mei­ne Aus­füh­run­gen und die Bot­schaft zu ent­fal­le­nen Arti­keln. Die Bot­schaft und der Ent­wurf fin­den sich hier, der ver­ab­schie­de­te Schluss­ab­stim­mungs­text hier. Das aktu­el­le DSG ist hier zu fin­den, und der Ent­wurf der revi­dier­ten Ver­ord­nung hier.

Eine eng­li­sche Fas­sung des revDSG (Wal­der Wyss) fin­det sich hier.

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Bot­schaft zum Ingress

Der Bun­des­rat erach­tet es als ange­mes­sen, Arti­kel 97 Absatz 1 BV im Ingress ein­zu­fü­gen. Die­ser weist dem Bund die Kom­pe­tenz zu, den Schutz der Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten zu regeln. Der E‑DSG ent­hält näm­lich eini­ge Bestim­mun­gen, die ins­be­son­de­re die Trans­pa­renz der Daten­be­ar­bei­tung, die Kon­trol­le durch die betrof­fe­nen Per­so­nen und das Auf­sichts­sy­stem des Beauf­trag­ten ver­bes­sern. Dadurch sind die Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten bes­ser geschützt.

1. Kapi­tel: Zweck und Gel­tungs­be­reich sowie Auf­sichts­be­hör­de des Bundes

Art. 1 Zweck

Die­ses Gesetz bezweckt den Schutz der Per­sön­lich­keit und der Grund­rech­te von natür­li­chen Per­so­nen, über die Per­so­nen­da­ten bear­bei­tet werden.

Bot Art. 1 Zweck (Zählg. gem. Entwurf)

Der Zweck des künf­ti­gen DSG ent­spricht dem Zweck des gel­ten­den Rechts (Art. 1 DSG). Das DSG kon­kre­ti­siert auf Geset­zes­ebe­ne das in Arti­kel 13 Absatz 2 BV fest­ge­hal­te­ne Recht auf infor­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung im Zusam­men­hang mit Per­so­nen­da­ten, d. h. das Recht der betrof­fe­nen Per­son, grund­sätz­lich selbst zu bestim­men, ob und zu wel­chen Zwecken Daten über sie bear­bei­tet wer­den dür­fen. Die Bestim­mung wird ledig­lich redak­tio­nell geän­dert, indem aus­drück­lich der Schutz auf natür­li­che Per­so­nen beschränkt wird. Die­se Anpas­sung erfolgt auf­grund des geän­der­ten Gel­tungs­be­reichs (sie­he die Erläu­te­run­gen zu Art. 2 E‑DSG).

Art. 2 Per­sön­li­cher und sach­li­cher Geltungsbereich

1 Die­ses Gesetz gilt für die Bear­bei­tung von Per­so­nen­da­ten natür­li­cher Per­so­nen durch:

a. pri­va­te Personen;
b. Bun­des­or­ga­ne.

2 Es ist nicht anwend­bar auf:

a. Per­so­nen­da­ten, die von einer natür­li­chen Per­son aus­schliess­lich zum per­sön­li­chen Gebrauch bear­bei­tet werden;
b. Per­so­nen­da­ten, die von den eid­ge­nös­si­schen Räten und den par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­sio­nen im Rah­men ihrer Bera­tun­gen bear­bei­tet werden;
c. Per­so­nen­da­ten, die bear­bei­tet wer­den durch insti­tu­tio­nel­le Begün­stig­te nach Arti­kel 2 Absatz 1 des Gast­staat­ge­set­zes vom 22. Juni 2007, die in der Schweiz Immu­ni­tät von der Gerichts­bar­keit geniessen.

3 Das anwend­ba­re Ver­fah­rens­recht regelt die Bear­bei­tung von Per­so­nen­da­ten und die Rech­te der betrof­fe­nen Per­so­nen in Gerichts­ver­fah­ren und in Ver­fah­ren nach bun­des­recht­li­chen Ver­fah­rens­ord­nun­gen. Auf erst­in­stanz­li­che Ver­wal­tungs­ver­fah­ren sind die Bestim­mun­gen die­ses Geset­zes anwendbar.

4 Die öffent­li­chen Regi­ster des Pri­vat­rechts­ver­kehrs, ins­be­son­de­re der Zugang zu die­sen Regi­stern und die Rech­te der betrof­fe­nen Per­so­nen, wer­den durch die Spe­zi­al­be­stim­mun­gen des anwend­ba­ren Bun­des­rechts gere­gelt. Ent­hal­ten die Spe­zi­al­be­stim­mun­gen kei­ne Rege­lung, so ist die­ses Gesetz anwendbar.

Bot Art. 2 Gel­tungs­be­reich (Zählg. gem. Entwurf)

Der Anwen­dungs­be­reich des DSG wird durch den E‑DSG teil­wei­se erwei­tert, dies ins­be­son­de­re, um den Anfor­de­run­gen des E‑SEV 108 gerecht zu wer­den. So ist vor­ge­se­hen, die Aus­nah­men in Bezug auf hän­gi­ge Zivil­pro­zes­se, Straf­ver­fah­ren, Ver­fah­ren der inter­na­tio­na­len Rechts­hil­fe sowie staats- und ver­wal­tungs­recht­li­che Ver­fah­ren (Art. 2 Abs. 2 Bst. c DSG) und die­je­ni­ge betref­fend öffent­li­che Regi­ster des Pri­vat­rechts­ver­kehrs (Art. 2 Abs. 2 Bst. d DSG) anzu­pas­sen. Zudem ist dar­auf hin­zu­wei­sen, dass der E‑DSG genau wie das bis­he­ri­ge Recht das Daten­schutz­recht im All­ge­mei­nen regelt. Falls die Bear­bei­tung von Per­so­nen­da­ten in den Anwen­dungs­be­reich ande­rer Bun­des­ge­set­ze fällt, gel­ten auf­grund der Lex-spe­cia­lis-Regel (beson­de­re Nor­men gehen der all­ge­mei­nen Norm vor) grund­sätz­lich die bereichs­spe­zi­fi­schen Datenschutznormen.

Abs. 1 Anwen­dung für natür­li­che Personen

Das DSG gilt gemäss dem Vor­ent­wurf für die Bear­bei­tung von Daten natür­li­cher Per­so­nen durch pri­va­te Per­so­nen und Bundesorgane.

Auf­he­bung des Schut­zes für Daten juri­sti­scher Personen

Mit dem E‑DSG wird vor­ge­schla­gen, auf den Schutz von Daten juri­sti­scher Per­so­nen zu ver­zich­ten. In den daten­schutz­recht­li­chen Bestim­mun­gen der Euro­päi­schen Uni­on und des Euro­pa­ra­tes sowie in den ent­spre­chen­den Rege­lun­gen der mei­sten aus­län­di­schen Gesetz­ge­ber ist kein sol­cher Schutz vor­ge­se­hen. Die­ser Schutz ist nur von gerin­ger prak­ti­scher Bedeu­tung, und der Beauf­trag­te hat zu die­sem Bereich noch nie eine Emp­feh­lung abge­ge­ben. Auch bleibt für juri­sti­sche Per­so­nen ein umfas­sen­der Schutz unver­än­dert bestehen, wie er durch die Arti­kel 28 ff. des Zivil­ge­setz­buchs (ZGB) (Per­sön­lich­keits­ver­let­zun­gen wie bei­spiels­wei­se Ruf­schä­di­gung), das UWG, das Urhe­ber­rechts­ge­setz vom 9. Okto­ber 1992 oder durch die Bestim­mun­gen zum Schutz von Berufs‑, Geschäfts- und Fabri­ka­ti­ons­ge­heim­nis­sen sowie Arti­kel 13 BV auf Ver­fas­sungs­ebe­ne gewähr­lei­stet wird. Die Ände­rung erlaubt indes­sen, den Schutz in jenen Berei­chen zu ver­bes­sern, in denen er der­zeit nicht aus­rei­chend umge­setzt wird und dadurch die Glaub­wür­dig­keit des Geset­zes zu erhö­hen. Die­se Lösung hat auch den Vor­teil, dass die Bekannt­ga­ben von Daten juri­sti­scher Per­so­nen ins Aus­land nicht mehr davon abhängt, ob im Emp­fän­ger­land ein ange­mes­se­ner Schutz gewähr­lei­stet ist (Art. 13 E‑DSG). Dies wird vor­aus­sicht­lich zu einer Zunah­me der Bekannt­ga­be ins Aus­land bei­tra­gen. Fest­zu­hal­ten ist auch, dass die mei­sten Exper­tin­nen und Exper­ten, die im Rah­men der RFA zur Revi­si­on des DSG befragt wur­den, sowie die Mehr­heit der Ver­nehm­las­sungs­teil­neh­mer den Ver­zicht auf den Schutz von Daten juri­sti­scher Per­so­nen befür­wor­te­ten. Das­sel­be gilt für das Par­la­ment, das einer Moti­on, wel­che den Schutz von Daten juri­sti­scher Per­so­nen bei­be­hal­ten woll­te, nicht zuge­stimmt hat.

Im Bereich der Daten­be­ar­bei­tun­gen durch Bun­des­or­ga­ne hat die Auf­he­bung des Schut­zes von Daten juri­sti­scher Per­so­nen zur Fol­ge, dass die bun­des­recht­li­chen Geset­zes­grund­la­gen, mit denen die Bun­des­or­ga­ne zur Bear­bei­tung von Per­so­nen­da­ten ermäch­tigt wer­den, nicht mehr anwend­bar sind, wenn die­se Daten juri­sti­scher Per­so­nen bear­bei­ten. Nach Arti­kel 5 BV ist die Grund­la­ge staat­li­chen Han­delns jedoch das Recht. Der Geset­zes­ent­wurf führt des­halb im RVOG für die Bun­des­or­ga­ne eine Rei­he von Bestim­mun­gen ein, wel­che deren Umgang mit Daten juri­sti­scher Per­so­nen regeln (vgl. Ziff. 9.2.8). Ausser­dem soll eine Über­gangs­be­stim­mung wäh­rend fünf Jah­ren mög­li­che Rechts­lücken ver­hin­dern (vgl. Art. 66 E‑DSG sowie die Erläu­te­run­gen unter Ziff. 9.1.11).

Das Öffent­lich­keits­ge­setz vom 17. Dezem­ber 2004 (BGÖ) räumt allen Per­so­nen das Recht ein, amt­li­che Doku­men­te der Bun­des­be­hör­den ein­zu­se­hen, für die das Öffent­lich­keits­prin­zip gilt. Der neue Gel­tungs­be­reich des E‑DSG hat zur Fol­ge, dass der Zugang zu amt­li­chen Doku­men­ten, die Daten juri­sti­scher Per­so­nen ent­hal­ten, nicht mehr aus Daten­schutz­grün­den ein­ge­schränkt wer­den kann, son­dern nur wenn dadurch Berufs‑, Geschäfts- oder Fabri­ka­ti­ons­ge­heim­nis­se offen­bart wer­den kön­nen (Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ) oder wenn das Risi­ko besteht, dass die Pri­vat­sphä­re der juri­sti­schen Per­son beein­träch­tigt wird, bei­spiels­wei­se deren guter Ruf. Um die Rech­te juri­sti­scher Per­so­nen beim Zugang zu amt­li­chen Doku­men­ten zu garan­tie­ren, wenn ein Gesuch sich auf Doku­men­te bezieht, bei denen die Gewäh­rung des Zugangs die Pri­vat­sphä­re der juri­sti­schen Per­son beein­träch­ti­gen könn­te, wer­den im Geset­zes­ent­wurf eini­ge Bestim­mun­gen des BGÖ ange­passt (vgl. Ziff. 9.2.7).

Die Auf­he­bung des Schut­zes von Daten juri­sti­scher Per­so­nen bewirkt eben­falls, dass die­se gestützt auf den E‑DSG kein Aus­kunfts­recht mehr gel­tend machen kön­nen. Sie kön­nen aber ihre Ver­fah­rens­rech­te gel­tend machen und gege­be­nen­falls auf­grund des Öffent­lich­keits­ge­set­zes Ein­sicht in öffent­li­che Doku­men­te ver­lan­gen, wenn die­se Infor­ma­tio­nen ent­hal­ten, die sie betreffen.

Abs. 2 Aus­nah­men vom Geltungsbereich

Das DSG ist wie bis­her nicht anwend­bar auf Per­so­nen­da­ten, die durch eine natür­li­che Per­son aus­schliess­lich zum per­sön­li­chen Gebrauch bear­bei­tet wer­den (Art. 2 Abs. 2 Bst. a E‑DSG); die redak­tio­nel­le Anpas­sung beinhal­tet kei­ne mate­ri­el­len Änderungen.

Eben­falls vom Gel­tungs­be­reich aus­ge­nom­men bleibt die Bear­bei­tung von Per­so­nen­da­ten, die durch die eid­ge­nös­si­schen Räte und die par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­sio­nen im Rah­men ihrer Bera­tun­gen erfolgt (Art. 2 Abs. 2 Bst. b E‑DSG); dies aus den­sel­ben Grün­den wie sie der Bun­des­rat bereits in der Bot­schaft vom 23. März 1988 ange­führt hat.

Nach Buch­sta­be c sind die insti­tu­tio­nel­len Begün­stig­ten gemäss Arti­kel 2 Absatz 1 des Gast­staat­ge­set­zes vom 22. Juni 2007 (GSG), die in der Schweiz Immu­ni­tät von der Gerichts­bar­keit genie­ssen, dem E‑DSG nicht unter­stellt. In Bezug auf das IKRK wird damit die aktu­el­le Situa­ti­on bei­be­hal­ten und es wer­den die übri­gen betrof­fe­nen insti­tu­tio­nel­len Begün­stig­ten aus­drück­lich erwähnt. Die­se ande­ren betrof­fe­nen insti­tu­tio­nel­len Begün­stig­ten genie­ssen gestützt auf das Völ­ker­recht und das GSG sel­ber auch Unab­hän­gig­keit und Hand­lungs­frei­heit, damit sie ihre inter­na­tio­na­len Funk­tio­nen erfül­len kön­nen. Von einem Staat kann nicht erwar­tet wer­den, dass er sich in Bezug auf die Daten, die von sei­nen diplo­ma­ti­schen oder kon­su­la­ri­schen Ver­tre­tun­gen bear­bei­tet wer­den, den Regeln des Schwei­zer Rechts unter­wirft. Die Schweiz ist ihrer­seits nicht ver­pflich­tet, in Bezug auf ihr Ver­tre­tungs­netz im Aus­land die aus­län­di­schen Regeln über den Daten­schutz zu beach­ten. Auch von einer inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­ti­on, die defi­ni­ti­ons­ge­mäss Akti­vi­tä­ten in zahl­rei­chen Staa­ten durch­führt, kann nicht ver­langt wer­den, dass sie die Anfor­de­run­gen des natio­na­len Rechts eines jeden Staa­tes, in dem sie tätig ist, befolgt, denn dies wür­de es ihr ver­un­mög­li­chen, die Funk­tio­nen, die ihr kraft ihrer Sta­tu­ten zuge­wie­sen wur­den, zu erfüllen.

Abs. 3 Bear­bei­tung von Per­so­nen­da­ten in Verfahren

Nach Arti­kel 2 Absatz 3 E‑DSG regelt das anwend­ba­re Ver­fah­rens­recht die Bear­bei­tung von Per­so­nen­da­ten und die Rech­te der betrof­fe­nen Per­so­nen in Gerichts­ver­fah­ren und in Ver­fah­ren nach bun­des­recht­li­chen Ver­fah­rens­ord­nun­gen. Die Norm regelt das Ver­hält­nis des DSG zum Ver­fah­rens­recht und hält als all­ge­mei­nen Grund­satz fest, dass aus­schliess­lich das anwend­ba­re Ver­fah­rens­recht dar­über bestimmt, wie im Rah­men der Ver­fah­ren Per­so­nen­da­ten bear­bei­tet wer­den und wie die Rech­te der betrof­fe­nen Per­so­nen aus­ge­stal­tet sind. Das Ver­fah­rens­recht stellt im Rah­men sei­ner Rege­lun­gen eben­falls den Schutz der Per­sön­lich­keit und der Grund­rech­te aller Betei­lig­ten sicher und gewähr­lei­stet damit einen dem DSG äqui­va­len­ten Schutz. Käme in die­sem Bereich das DSG zur Anwen­dung, bestün­de die Gefahr von Norm­kol­li­sio­nen und Wider­sprü­chen, die das aus­ta­rier­te System der jeweils anwend­ba­ren Ver­fah­rens­ord­nung stö­ren könn­ten. Aus die­sen Grün­den sieht auch Arti­kel 9 Zif­fer 1 Buch­sta­be a E‑SEV 108 eine ent­spre­chen­de Aus­nah­me vor. Mate­ri­ell ent­spricht die Rege­lung im E‑DSG dem gel­ten­den Recht.

Unter die Aus­nah­me von Absatz 3 fal­len nach dem Wort­laut zunächst “Gerichts­ver­fah­ren”. Hier­zu zäh­len sämt­li­che Ver­fah­ren vor kan­to­na­len und eid­ge­nös­si­schen Straf‑, Zivil und Ver­wal­tungs­ge­rich­ten, aber auch vor Schieds­ge­rich­ten mit Sitz in der Schweiz. Wei­ter erfasst die Aus­nah­me sämt­li­che Ver­fah­ren nach bun­des­recht­li­chen Ver­fah­rens­ord­nun­gen unab­hän­gig davon, vor wel­cher Behör­de sie statt­fin­den. Zu den bun­des­recht­li­chen Ver­fah­rens­ord­nun­gen gehö­ren nament­lich das Bun­des­ge­richts­ge­setz vom 17. Juni 2005 (BGG), das Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­setz vom 17. Juni 2005 (VGG), das Patent­ge­richts­ge­setz vom 20. März 2009, das VwVG, soweit es nicht um das erst­in­stanz­li­che Ver­wal­tungs­ver­fah­ren geht, die Zivil­pro­zess­ord­nung (ZPO), das Bun­des­ge­setz vom 11. April 1889 über Schuld­be­trei­bung und Konkurs(SchKG), die StPO, das VStrR, der Mili­tär­straf­pro­zess vom 23. März 1979 und das IRSG.

Anders als das bis­he­ri­ge Recht ver­zich­tet der E‑DSG auf den Begriff des hän­gi­gen Ver­fah­rens, weil ledig­lich im Zivil­pro­zess­recht von Rechts­hän­gig­keit die Rede ist und die­ser Begriff des­halb mit­un­ter zu Abgren­zungs­pro­ble­men führ­te. Mass­ge­bend ist nun, ob ein Ver­fah­ren vor einem Gericht statt­fin­det oder von einer bun­des­recht­li­chen Ver­fah­rens­ord­nung gere­gelt ist. Ein Ver­fah­ren fin­det vor einem Gericht statt, wenn die­ses zum ersten Mal mit einem Fall befasst ist, indem das Ver­fah­ren nach der mass­ge­ben­den Ver­fah­rens­ord­nung ein­ge­lei­tet wur­de. Ein