Take-Aways (AI)
  • Par­la­ment berei­nig­te und ver­ab­schie­de­te das Kosten­dämp­fungs-Paket 2 (Geschäfts­nr. 22.062) fast ein­stim­mig am 21. März 2025.
  • Neu dür­fen Grund­ver­si­che­rer Ver­si­cher­te gezielt über kosten­gün­sti­ge­re Lei­stun­gen, beson­de­re Ver­si­che­rungs­for­men und Prä­ven­ti­on infor­mie­ren (Art. 56a KVG).
  • Ver­si­che­rer müs­sen bei der ersten Kon­takt­auf­nah­me Zweck und Frei­wil­lig­keit der Infor­ma­ti­on sowie Wider­spruchs­mög­lich­keit klar kom­mu­ni­zie­ren (Art. 56a Abs. 2 KVG).
  • Grund­ver­si­che­rer dür­fen Per­so­nen­da­ten zu die­sen Zwecken ver­ar­bei­ten (Art. 84 Abs. 1 lit. j KVG); Pro­fil­ing bleibt ohne gesetz­li­che Grund­la­ge unzulässig.

Im lau­fen­den Geschäft zur “Ände­rung des KVG betref­fend Mass­nah­men zur Kosten­dämp­fung – Paket 2” (Geschäfts­nr. 22.062; dazu hier und hier) hat das Par­la­ment das Paket berei­nigt. Natio­nal- und Stän­de­rat haben die Ände­run­gen am Frei­tag, 21.3.2025, in den Schluss­ab­stim­mung fast ohne Gegen­stim­men verabschiedet:

Unter ande­rem kön­nen die (Grund-)Versicherer nach dem neu­en Art. 56a KVG die Versicherten

gezielt über kosten­gün­sti­ge­re Lei­stun­gen, die Wahl von geeig­ne­ten beson­de­ren Ver­si­che­rungs­for­men und prä­ven­ti­ve Mass­nah­men informieren.

Die Ver­si­che­rer müs­sen die Ver­si­cher­ten nach Art. 56a Abs. 2 KVG “bei der ersten Kon­takt­auf­nah­me” über den Zweck die­ser Infor­ma­ti­on infor­mie­ren und dar­auf hin­wei­sen, dass der Erhalt der Infor­ma­tio­nen frei­wil­lig ist und jeder­zeit wider­spro­chen wer­den kann.

Mit dem neu­en Art. 84 Abs. 1 lit. j KVG wer­den die Grund­ver­si­che­rer fer­ner ermäch­tigt, zu die­sen Zwecken Per­so­nen­da­ten zu bear­bei­ten. Ein Pro­fil­ing zu die­sen Zwecken bleibt indes­sen man­gels for­mell­ge­setz­li­cher Grund­la­ge wei­ter­hin unzulässig.