Postu­lat Dobler (22.4022): Poten­ti­al von Digi­ta­li­sie­rung und Daten­ma­nage­ment im Gesund­heits­we­sen nut­zen. Die Schweiz braucht eine über­ge­ord­ne­te Digitalisierungsstrategie!

Postu­lat Dobler (22.4022): Poten­ti­al von Digi­ta­li­sie­rung und Daten­ma­nage­ment im Gesund­heits­we­sen nut­zen. Die Schweiz braucht eine über­ge­ord­ne­te Digitalisierungsstrategie!

Ein­ge­reich­ter Text

Der Bun­des­rat wird beauf­tragt, eine über­ge­ord­ne­te Stra­te­gie zu den The­men Digi­ta­li­sie­rung und Daten­ma­nage­ment im Gesund­heits­we­sen zu erar­bei­ten und dem Par­la­ment vorzulegen.

  1. Die­se Stra­te­gie soll fol­gen­de Zie­le verfolgen: 
    • Erhö­hung der Trans­pa­renz dank Voll­stän­dig­keit, Aktua­li­tät, Ver­gleich­bar­keit und ver­bes­ser­ter Dar­stel­lung der rele­van­ten Daten;
    • Stär­kung der Wahl­frei­heit für Pati­en­tin­nen und Patienten
    • Stär­kung des Qualitätswettbewerbs;
    • Erhö­hung der Behand­lungs­qua­li­tät (Indi­ka­ti­ons- und Ergeb­nis­qua­li­tät) und Patientensicherheit;
    • Erhö­hung der Effek­ti­vi­tät und Effi­zi­enz sowie Reduk­ti­on der Büro­kra­tie und damit Erzie­lung von Einsparungen;
    • Daten­schutz unter Berück­sich­ti­gung der Ver­hält­nis­mä­ssig­keit sowie des öffent­li­chen Interesses;
    • Die Bewäl­ti­gung von Gesund­heits­kri­sen ist bei der Erar­bei­tung der Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie zu berücksichtigen.
  2. Die Stra­te­gie und deren Umset­zung sol­len Lösun­gen zu inhalt­li­chen (Daten­ma­nage­ment) und tech­ni­schen Aspek­ten bringen. 
    • Inhalt­li­che Aspek­te: Es braucht regu­la­to­ri­scher Rah­men­be­din­gun­gen und rich­ti­ge Anrei­ze, damit die vor­han­de­nen Daten gesam­melt, kura­tiert, geteilt und damit deut­lich bes­ser genutzt wer­den können;
    • Tech­ni­sche Aspek­te: Hür­den beim Daten­aus­tausch müs­sen abge­baut wer­den. Auch hier­zu braucht es regu­la­to­ri­sche Rah­men­be­din­gun­gen und rich­ti­ge Anrei­ze sowie gemein­sa­me Standards.
  3. Hier­zu sind Erfah­run­gen aus dem Aus­land beizuziehen.
  4. Die Stra­te­gie soll die zu bear­bei­ten­den The­men­be­rei­che bezeich­nen und Wege zur Ziel­er­rei­chung auf­zei­gen. Die hier­für erfor­der­li­chen Res­sour­cen (finanziell/personell) sowie not­wen­di­ge Teil­schrit­te sind zu beschreiben.

Begrün­dung

In den mei­sten Poli­tik­fel­dern ver­fügt die Schweiz über eine über­ge­ord­ne­te Lang­zeit­stra­te­gie. Das Poten­zi­al von Digi­ta­li­sie­rung und Daten­ma­nage­ment im Gesund­heits­we­sen ist enorm und unbe­strit­ten. Die­ser Umstand erklärt die zahl­rei­chen par­la­men­ta­ri­schen Vor­stö­sse, die in den letz­ten Jah­ren dazu ein­ge­reicht wur­den. Bei­na­he allen die­sen Vor­stö­ssen lie­gen die­sel­ben Pro­ble­me zugrun­de. Damit die Digi­ta­li­sie­rung im Gesund­heits­we­sen end­lich vor­an­kommt, braucht es eine über­ge­ord­ne­te Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie. Die­se dient dazu, dass die Ein­zel­pro­jek­te koor­di­niert und zu einer gesamt­heit­li­chen über­ge­ord­ne­ten Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie im Gesund­heits­we­sen zusam­men­ge­führt werden.