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Beiträge zum Thema

DSGVO 12

OLG Nürn­berg: All­ge­mei­nes Rechts­miss­brauch­ver­bot in der DSGVO (hier zum Auskunftsrecht)

Das Ober­lan­des­ge­richt (OLG) Nürn­berg hat mit Urteil vom 13. Juli 2021 wie ande­re Gerich­te zuvor ent­schie­den, dass die DSGVO bei den Betrof­fe­nen­be­geh­ren ein all­ge­mei­nes Rechts­miss­brauchs­ver­bot kennt: (4) Der gel­tend gemach­te Aus­kunfts­an­spruch ergibt sich schließ­lich auch nicht aus Art. 15 Abs. 1 DS-GVO. Denn der Beklag­ten steht ein

NL: Bus­se wegen Iden­ti­fi­ka­ti­on nur durch Pass bei Auskunftsbegehren

Die nie­der­län­di­sche Daten­schutz­be­hör­de hat eine Bus­se von EUR 525’000 gegen ein Medi­en­un­ter­neh­men ver­hängt. Offen­bar hat­te das Unter­neh­men von Betrof­fe­nen als Vor­aus­set­zung einer Daten­schutz­aus­kunft bzw. einer Daten­lö­schung einen Iden­ti­täts­nach­weis in Form eines Aus­weis­do­ku­ments ver­langt. Dadurch hat­te das Unter­neh­men aus Sicht der Behör­de zu vie­le Daten zur Iden­ti­täts­prü­fung erho­ben und

OLG Hamm: Rechts­miss­bräuch­lich­keit des zweck­wid­ri­gen Auskunftsanspruchs

Das Ober­lan­des­ge­richt (OLG) Hamm hat mit einem Urteil vom 15. Novem­ber 2021 (20 U 269/21) ein wei­te­res Urteil gefällt, das die Rechts­miss­bräuch­lich­keit von zweck­wid­ri­gen Aus­kunfts­be­geh­ren bejaht: Art. 12 Abs. 5 DSGVO (unbe­grün­de­te oder exzes­si­ve Anträ­ge) zeigt durch das Wort „ins­be­son­de­re“ („Bei offen­kun­dig unbe­grün­de­ten oder — ins­be­son­de­re im Fall von häufiger

EDPB: Leit­li­ni­en für Aus­nah­men im Umset­zungs­recht nach DSGVO 23

Die DSGVO ent­hält selbst kaum Aus­nah­men von den Betrof­fe­nen­rech­ten wie z.B. dem Infor­ma­ti­ons­recht, dem Aus­kunfts­recht oder dem Recht, über Daten­si­cher­heits­ver­let­zun­gen infor­miert zu wer­den, abge­se­hen von Art. 12 Abs. 5 DSGVO (offen­kun­dig unbe­grün­de­te oder exzes­si­ve Anträ­ge). Die Mit­glied­staa­ten kön­nen aber gestützt auf Art. 23 DSGVO Aus­nah­men und Einschränkungen

VG Ber­lin (31.08.2020): Aus­le­gung der “begrün­de­ten Zwei­fel” an der Iden­ti­tät bei Betroffenenbegehren

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin hat mit Urteil vom 31. August 2020 (1 K 90.19) über die Fra­ge befun­den, unter wel­chen Umstän­den der Ver­ant­wort­li­che “begrün­de­te Zwei­fel an der Iden­ti­tät der natür­li­chen Per­son” hat (Art. 12 Abs. 6 DSGVO), die ein Aus­kunfts­be­geh­ren gestellt hat. Das Aus­kunft­be­geh­ren ging hier an das

Bus­se gegen nie­der­län­di­sche Kre­dit­aus­kunf­tei: syste­ma­ti­sche Ver­let­zung des Aus­kunfts­rechts, EUR 830’000

Die staat­li­che nie­der­län­di­sche Kre­dit­aus­kunf­tei BKR (Bureau Kre­diet Regi­stra­te) ist gemäss Berich­ten (z.B. hier) mit einer Bus­se von EUR 830’000 bela­stet wor­den. BKR gab offen­bar maxi­mal ein­mal jähr­lich und gegen schrift­li­ches Gesuch (per Post) mit Pass­ko­pie Aus­kunft. Häu­fi­ge­re und elek­tro­ni­sche Gesu­che waren nur gegen eine gerin­ge Gebühr möglich.

ArbG Düs­sel­dorf: Scha­den­er­satz von EUR 5’000 für eine ver­spä­te­te und inhalt­lich unvoll­stän­di­ge Aus­kunft gegen­über einem Arbeit­neh­mer; Bedeu­tung des Umsat­zes für die Ersatzbemessung

Das Arbeits­ge­richt Düs­sel­dorf hat am 5.März 2019 einen Fall zu Aus­­­kunfts- und Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen im Arbeits­ver­hält­nis ent­schie­den (Urteil vom 5. März 2020, 9 Ca 6557/18). Das Gericht sah es als erwie­sen an, dass der Arbeit­ge­ber durch eine ver­spä­te­te und zudem unvoll­stän­di­ge Aus­kunft Art. 15 DSGVO ver­letzt hat­te. Immerhin

LG Hei­del­berg: kein DSGVO-Aus­kunfts­an­spruch bei unver­hält­nis­mä­ssi­gem Aufwand

Das Land­ge­richt Hei­del­berg hat am 6. Febru­ar 2020 ein Urteil zum Aus­kunfts­an­spruch nach der DSGVO gefällt (Az. 4 O 6/19). Der Klä­ger, ein frü­he­res Vor­stands­mit­glied des beklag­ten Ver­ant­wort­li­chen, hat­te nicht nur sei­ne Per­so­nal­ak­te ver­langt, son­dern auch E‑Mail-Kor­­re­­s­pon­­denz mit ca. 10.000 E‑Mails, die bereits archi­viert waren. Der

BayL­DA: 9. Tätig­keits­be­richt 2019

Das Bay­ri­sche Lan­des­amt für Daten­schutz­auf­sicht (BayL­DA) hat den Tätig­keits­be­richt für Jahr 2019 ver­öf­fent­licht – nach­fol­gend fin­den sich Hin­wei­se auf eini­ge der dar­in ange­spro­che­nen Punk­te (Aus­wahl): Beschwer­den und Bera­tun­gen Zunächst war 2019 erneut ein star­ker Anstieg der Beschwer­den und “Kon­troll­an­re­gun­gen” (Berich­te über Daten­schutz­ver­let­zun­gen durch davon nicht